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Landeskirchenamt beschließt Umwelt- und Klimaschutzkonzept

18.05.2022 | Präsident Unruh: „Veränderungen müssen von allen gelebt werden“. Zahlreiche der beschlossenen 55 Maßnahmen sind ohne große Kosten und Aufwand umzusetzen. Der größte Einspareffekt von Treibhausgasen ist in der Regel durch Dämmung von Gebäuden und energieeffizientes Heizen zu erwarten.

Kiel (ce) – Das Landeskirchenamt der Nordkirche hat sich mit einem eigenen Umwelt- und Klimaschutzkonzept verbindlich zum Handeln im Sinne der Schöpfungsbewahrung verpflichtet. Wie es in dem kürzlich beschlossenen Konzept heißt, will die landeskirchliche Verwaltung „einen spürbaren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Ressourcenschonung leisten“. Damit setzt die oberste Verwaltungsbehörde der Nordkirche für ihren Wirkungsbereich auch die auf der Landessynode im Februar 2022 nachgeschärften Klimaschutzverpflichtungen um, die vorsehen, dass die Nordkirche bis 2035 treibhausgasneutral ist. 

Dr. Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamtes: „Umwelt- und Klimaschutz ist eine zentrale Leitungsaufgabe. Gleichzeitig gilt: Veränderungen können sich nur durchsetzen, wenn sie von uns allen gelebt werden. Deshalb freue ich mich, welch breite Unterstützung die Maßnahmen durch die Mitarbeitenden erfahren.“  

Das Konzept beschreibt für die vier Handlungsbereiche Gebäude, IT, Beschaffung und Mobilität insgesamt 55 Einzelmaßnahmen, die mehrheitlich innerhalb des kommenden Jahres an den Standorten Kiel und Schwerin umgesetzt werden sollen. Einige der Maßnahmen knüpfen an Aktivitäten aus den Vorjahren an und konnten so bereits im Zuge der Beratungen zum Konzept abgeschlossen werden.

Eines der schon zuvor kontinuierlich bearbeiteten Themen im Bereich IT ist der Druckbetrieb. Nach der Einführung von Etagendruckern vor einigen Jahren, wird seit kurzem für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ausschließlich Umweltpapier verwendet. Künftig soll der Papierverbrauch durch die Umstellung auf Doppelseitdruck weiter reduziert werden. Der Energieverbrauch wird nun regelmäßig und nach Gerätetypen differenziert erfasst, um Einsparmöglichkeiten identifizieren und Maßnahmeneffekte nachverfolgen zu können.

Im Handlungsfeld Mobilität sind von den kürzlich neu beschlossenen Dienstvereinbarungen zur Förderung des ÖPNV, der Fahrradmobilität und des Arbeitens an einem anderen Ort deutliche Effekte für den Klimaschutz zu erwarten. Aber auch die Kolleginnen und Kollegen persönlich werden dadurch entlastet. Außerdem wird nun mit Priorität die Auslastung der Dienstwagenflotte geprüft mit der Frage, ob eine weitere Umstellung auf e-Mobilität realisierbar wäre.

Neben diesen und anderen Maßnahmen, die ohne hohen Kostenaufwand zu verwirklichen sind, stehen insbesondere im Gebäudebereich auch umfangreichere Vorhaben an. An beiden Standorten soll die Nutzung von erneuerbarer Energie für Heizzwecke geprüft und, wenn möglich, die Dachdämmung verbessert werden. Die Errichtung einer PV-Anlage zur Deckung des Eigenstrombedarfs am Standort Kiel ist bereits in der Planung. Aber auch kleinere Maßnahmen, die zusammen genommen einen deutlichen Beitrag zur Energieverbrauchssenkung leisten können, sollen bearbeitet werden. Zum Beispiel werden weitere technische Möglichkeiten zur Optimierung der Heizungsanlagen verfolgt. Zum Thema energiesparendes Heizen und Lüften sind Schulungen in Planung. Außerdem hatte sich das Landeskirchenamt bereits im April dem Aufruf der Klimaschutzmanager:innen der Nordkirche zum Absenken der Kirchenheizungen angeschlossen und die Heiztemperaturen an den beiden Verwaltungsstandorten gedrosselt. 

Als kontinuierlich begleitende Maßnahmen werden Angebote zur Information, Kommunikation und Fortbildung entwickelt, um so das Kollegium an der Umsetzung zu beteiligen und einzubinden. Denn für den Erfolg ist neben der Selbstverpflichtung für die Leitungsebene auch die Bereitschaft der einzelnen Mitarbeitenden gefordert, ihr Verhalten im Arbeitsalltag ressourcenschonend zu gestalten oder auch aus ihren eigenen Erfahrungen weitere Ideen für den Umweltschutz im Landeskirchenamt anzustoßen. Das Konzept wurde von einer Arbeitsgruppe des Landeskirchenamtes unter Federführung des Leitungsdezernates entwickelt.

Auch die kontinuierliche Berichterstattung und die zukünftige Fortschreibung des Maßnahmenkatalogs werden im kollegialen Rahmen erarbeitet. Die Arbeitsgruppe wurde und wird durch das Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche beraten.

Das vollständige Konzept ist hier zum Download.