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Klimaschutz in der Nordkirche

Dem Klimawandel entgegensteuern

Volle Kraft voraus - Vorreiter für den Klimaschutz

Die durch den Menschen verursachte Erderwärmung ist nicht zu leugnen – zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies zweifelsfrei. Doch es ist möglich, durch ein Umsteuern unseres Wirtschaftens und Handelns die schlimmsten Folgen abzuwenden. Die Nordkirche macht sich daher für den Klimaschutz stark. Unter diesem Sammelbegriff verstehen wir Maßnahmen, die der globalen Erwärmung entgegenwirken: die Reduzierung von CO2-Emissionen und des allgemeinen Ressourcenverbrauchs, die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, den Schutz von Umwelt und Natur als Kohlenstoffsenken - kurz: Maßnahmen, die unsere Lebensgrundlage erhalten. Dabei ist klar, dass Klimaschutz nicht allein durch technische Lösungen erreichbar ist, sondern durch eine Veränderung unserer Verhaltensweisen begleitet sein muss.

Das Engagement der Nordkirche lässt sich mit zwei Schlagworten zusammenfassen: Klimaneutralität und Klimagerechtigkeit. Klimaneutralität bedeutet, Treibhausgasemissionen zu vermeiden, zu verringern und – nur im letzten Schritt – zu kompensieren. Für die Nordkirche stehen hierbei die drei Handlungsfelder Gebäude, Mobilität und Beschaffung im Fokus. Klimagerechtigkeit richtet den Blick auf die Folgen unseres Handelns für die Menschen des globalen Südens. Sie haben am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden, obwohl sie am wenigsten zur steigenden CO2-Konzentration und zur Ausbeutung unserer Erde beitragen. Die Nordkirche leitet daraus einen umfassenden Bildungsauftrag für sich ab und unterstützt Klimaschutzprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit.

 

 

Klimaneutralität ist erreichbar

Das Klimaschutzkonzept gibt die Route vor

Im Jahr 2012 wurde das Klimaschutzkonzept der Nordkirche durch die Universität Flensburg fertiggestellt. Mit ihm wurde der Energieverbrauch aller Mitgliedskirchen erstmalig erfasst und ein langfristiger CO2-Reduktionspfad entworfen. Vor dem Hintergrund der Ausgangsituation in der Nordkirche haben die Wissenschaftler verschiedenste Maßnahmen bewertet und einen Katalog mit zahlreichen Einzelmaßnahmen für die Handlungsfelder Gebäude, Mobilität und Beschaffung zusammengestellt. Um diese umzusetzen, sieht das Klimaschutzkonzept die Schaffung eines langfristig verankerten Energie- und Klimaschutzmanagements vor.

Rechtsverbindlichkeit erlangte das Engagement der Nordkirche im Jahr 2015 mit der Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes durch die Landessynode. Die Nordkirche verpflichtet sich darin, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 bilanziell auf null zu senken, also klimaneutral zu werden. Leitmotiv für diesen Weg ist der Dreisatz aus Suffizienz, Effizienz und Substitution, d.h.: unnötigen Energiebedarf vermeiden, Energietechnik effizient einsetzen und den verbleibenden Energiebedarf durch erneuerbare Quellen decken. Das Klimaschutzgesetz regelt auch die Finanzierung und Verantwortlichkeiten innerhalb der Nordkirche. Im Klimaschutzplan sind Zwischenziele zur Treibhausgasreduktion für die Periode 2016 bis 2021 festgehalten und konkrete Maßnahmen benannt.

Im Herbst 2016 nahm das Klimaschutzbüro mit drei Klimaschutzmanagern unter der Leitung des Umweltbeauftragten der Nordkirche seine Arbeit auf. Für die Handlungsfelder Gebäude und Mobilität sind die Klimaschutzmanager mit der Einführung eines Klimaschutzmanagements betraut. Zudem haben die Kirchenkreise neue Stellen für den Klimaschutz geschaffen. Die Umsetzung der Klimaschutzbeschlüsse ist damit auf den Weg gebracht.