SCHLIESSEN

Suche

News und Termine

Pressemitteilung vom 20. April 2016

Zivilgesellschaft fordert Nachschärfung der nationalen Klimaziele

Über 40 Organisationen legen gemeinsamen „Klimaschutzplan 2050“ vor

Berlin. Kurz vor der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens am Freitag in New York appelliert ein breites Spektrum von über 40 Organisationen an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschärfen und dies gesetzlich festzuschreiben. Für das Jahr 2050 müsse das deutsche Klimaschutzziel auf mindestens 95 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 angehoben werden. Dies erforderten die Pariser Klima-Beschlüsse, mit denen sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, und wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius, geeinigt hat...

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier
und den Klimaschutzplan hier

 

 

Kirchen zum geplanten Klimabeitrag

Klimaschutzziele dürfen nicht gefährdet werden - Begrenzung der Kohleverstromung ist für den Klimaschutz dringend notwendig


25. März 2015 - Berlin. Vor dem Hintergrund der heftigen und teils unsachlichen Auseinandersetzungen um das Eckpunktepapier „Strommarkt“ des Bundeswirtschaftsministeriums haben Kirchen und kirchliche Organisationen aus dem Bündnis der Klima-Allianz Deutschland die Regierungsparteien aufgefordert, den geplanten „Klimabeitrag“ für Kohlekraftwerke nicht zu blockieren oder zu verwässern. Ohne ein wirksames und ambitioniertes Klimaschutzinstrument zur Minderung der CO2-Emissionen im Stromsektor werde die Energiewende scheitern.

Teile der CDU hatten sich bereits im Vorfeld gegen das am vergangenen Donnerstag bekannt gewordene Klimaschutzinstrument gewandt. Kirchen und kirchliche Organisationen warnen nun eindringlich vor einer Blockadehaltung.

Klaus Breyer, Pfarrer und Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft sagt dazu: „Die Bundesregierung hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Klimaziele ohne eine deutliche Drosselung der Kohlendioxid-Emissionen im Stromsektor in großem Stil verfehlt werden. Eine konsequente Reduzierung der klimaschädlichen Abgase aus den ineffizientesten und ältesten Kohlekraftwerken ist deshalb unentbehrlich.“

Bereits jetzt sei der geplante Klimaschutzbeitrag auf Kante genäht. Die notwendige Reduzierung der CO2-Emissionen aus dem Kraftwerkssektor auf unter 290 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2020 sei bekannt und könne nicht zur Diskussion stehen. Jede Aufweichung des Instruments habe unweigerlich zur Folge, dass Deutschland seine Klimaziele und die Energiewende aufs Spiel setze.

„Als Christinnen und Christen haben wir eine besondere Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Es gilt, natürliche Ressourcen zu schützen und auch für nachfolgende Generationen eine gute Lebensgrundlage zu erhalten. Schon jetzt, in genau diesem Moment treffen die Folgen des Klimawandels viele Menschen. Die Armen in den Entwicklungsländern sind durch die Erderwärmung in ihrer Existenz bedroht. Die Regierung muss deshalb alles dafür tun, um die Schöpfung zu bewahren“, hält Wolfgang Ehrenlechner, der Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fest.

„Gerade vor der großen Klimakonferenz in Paris muss die Bundesregierung zeigen, dass sie den Klimaschutz im eigenen Land ernst nimmt. Wir müssen uns nichts vormachen. Die Welt schaut genau hin, ob bei uns die Energiewende klappt“, unterstreicht Dr. Michael Gärtner, Oberkirchenrat in der Evangelischen Kirche der Pfalz.

Nicht zuletzt sei der Kohleabbau für erhebliche Schäden für Mensch und Natur verantwortlich. „Viele wissen nicht, dass die Förderung von Kohle in sogenannten Entwicklungsländern mit erheblichen Verletzungen von Arbeitnehmer- und Menschenrechten verbunden ist. Auch bei uns werden für den Braunkohletagebau Dörfer zerstört und Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Deshalb müssen wir die Kohleverstromung schnell reduzieren“, bekräftigt Pastor Jan Christensen, Beauftragter für Umweltfragen der Nordkirche.

Hintergrund:

Am vergangenen Donnerstag war ein Eckpunkte-Papier „Strommarkt“ aus dem Bundeswirtschaftsministerium bekannt geworden, das ein neues Klimaschutzinstrument zur CO2-Minderung im Stromsektor vorschlägt. Demnach sollen die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke künftig einen Klimaschutzbeitrag zahlen. Ihr Betrieb wird schrittweise verteuert, um die Überkapazitäten und Klimagase aus der Verstromung von Kohle zu senken. Das Instrument ist Teil der Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz. Ohne zusätzliche Maßnahmen wird Deutschland sein Klimaziel von 40 Prozent CO2-Reduktion bis 2020 verfehlen.

Pressekontakte:

Klaus Breyer, Pfarrer und Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft. Telefon (02304) 755-300, mobil (0175) 2413100

Theresa von Bischopink, Pressesprecherin des BDKJ-Bundesvorstands. Telefon (0211) 4693-155, mobil (0176) 17956099

 

Pressemitteilung DIW / 19.11.2014

Abschaltung alter Kohlekraftwerke könnte CO₂-Ausstoß in Deutschland um bis zu 23 Millionen Tonnen reduzieren und den Strommarkt stabilisieren

die Debatte um die Kohle im deutschen Energiemix ist in den letzten Wochen intensiv geführt worden. Am 03.12. soll nun das Klimaschutzaktionsprogramm der Bundesregierung verabschiedet werden. Dabei müssen alte Kohlekraftwerke einen wichtigen Minderungsbeitrag leisten. Wie das funktionieren könnte, zeigt eine heute veröffentlichte Studie des DIW.

Hier geht es zur Pressemitteilung

Zentralkommitee der deutschen Katholiken

Erklärung des ZdK zu COP 21 in Paris

Unter dem Titel „Der Weltklimagipfel 2015 in Paris – Wendepunkt für unsere Erde!“ hat das Zentralkommitee der deutschen Katholiken am 17. Oktober 2014 eine Erklärung verabschiedet. Das ZdK spricht sich darin dafür aus, den Empfehlungen des Weltklimarates IPPC zu folgen und die globalen CO₂-Emissionen drastisch zu senken und bis zum Jahr 2050 auf einen Wert zwischen 40 Prozent und 70 Prozent unter den Wert von 2010 zu reduzieren und bis Ende des Jahrhunderts eine emissionsfreie Wirtschaft aufzubauen.

Die Erklärung ist hier zu finden:
http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Der-Weltklimagipfel-in-Paris-2015-Wendepunkt-fuer-unsere-Erde--220I/

Tagung

Einladung zur Tagung „Spiritualität und Leben in Fülle – Ermutigungen zum Wandel in Zeiten des Klimawandels“

Am 20./21.01.2015 im Kloster Höchst im Odenwald.

Die Tagung ist eine Kooperation der Entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke „Klima der Gerechtigkeit“, des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten“, der Arbeitsgemeinschft der Umweltbeauftragten (AGU) sowie des Instituts für
Kirche und Gesellschaft (IKG). Sie ist Teil der 7. Konferenz der Entwicklungspolitischen Plattform, deren Unterzeichner sich bereits am 19.01.2015 zu gemeinsamen Planungen und Beratungen am Tagungsort treffen.

Wie können wir eine Spiritualität der Fülle leben? – Eine Spiritualität, die uns verwandelt und ermutigt, zur notwendigen Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensweise in Zeiten des Klimawandels beizutragen. Theologische Betrachtungen, Impulse aus der Ökumene und dem Globalen Süden, praktische Glaubensübungen und Anregungen für die Gemeindearbeit sollen auf dieser Tagung erörtert werden.

Weiter Informationen hier zum Download
Anmeldeformular


zurück zur vorherigen Seite