Spenden für Hochwasserschutzhäuser:
Stichwort: Klimaschutz Bangladesch
Bank: Ev. Darlehensgenossenschaft Kiel, BLZ 210 602 37
Kontonummer: 23 000
Empfänger: Brot für die Welt
Zum Hintergrund
Bangladesch in Südasien ist vom Klimawandel und damit zusammenhängenden Naturkatastrophen besonders hart betroffen. Der größte Teil des Landes liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel – quasi an vorderster Linie des Klimawandels. Tropische Wirbelstürme verursachen hohe Flutwellen und starke Überschwemmungen. Die Erderwärmung treibt den Meerespegel in die Höhe und bedroht dadurch den Lebensraum von Millionen Menschen. Im Süden von Bangladesch, in den Sunderbarns, dringt das Salzwasser bereits 100 km weit ins Binnenland ein, dies führt zur Versalzung der Reisfelder.
Die Sunderbarns, der größte Mangrovenwald der Welt, trennt den Süden Bangladeschs vom Meer, dem Golf von Bengalen, hier fließen der Brahmaputra und der Ganges ins Meer. In diesem riesigen Delta bildet sich immer wieder von neuem fruchtbares Schwemmland, auf dem Reis und Gemüse gedeihen, auch der reiche Fischbestand könnte die Bewohner ernähren, die regelmäßigen Überschwemmungen versalzen jedoch nicht nur die Böden, sondern auch das Trinkwasser der Menschen. Viele Menschen müssen einen halben Tag laufen um an frisches Wasser zu kommen.
Direkte Hilfe
Eine einheimische Nichtregierungsorganisation hilft den betroffenen Menschen vor Ort, sich an die Klimaveränderungen anzupassen.
Wie?
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen direkt in die Dörfer und klären die Menschen über die Folgen und Hintergründe des Klimawandels auf. Gemeinsam werden Karten über die Region erstellt und Trainings zur Katastrophenvorbeugung durchgeführt. Die Bewohner der Sunderbarns lernen auch ihre eigene Ressource, den Mangrovenwald, zu bewahren, denn die Mangroven schützen sie vor den Wirbelstürmen. Viele haben dort illegal Holz geschlagen, um es auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, mittlerweile halten sich viele der Bewohner dort an das Einschlagverbot – nicht zuletzt durch die Initiative der Organisation. Sie vergibt Kleinstkredite an die Menschen, damit sie sich eine alternative Einkommensquelle zum Holzeinschlag aufbauen können. Die Unterstützung ist individuell und kann ganz unterschiedlich ausfallen: Starthilfe zur Süßwassergarnelenzucht, die Übergabe von Ziegen zum Aufbau einer Kleintierzucht oder die Einrichtung einer Schneiderwerkstatt, die es Frauen ermöglicht, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Zudem initiiert das Projekt den Anbau von landwirtschaftlichen Produkten, denen Salzwasser nichts anhaben kann – wie zum Beispiel Schilfrohr, das für die Herstellung von Matten und Zäunen Verwendung findet.
Schutzhäuser für Mensch und Tier
Ein gemeinsames Projekt von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe ist die Errichtung von Zyklonschutzgebäude – so genannten Sheltern – in denen sich die Menschen mit ihrem Vieh vor Wirbelstürmen und Hochwasser in Sicherheit bringen können.
Diese Shelter bieten zum Teil bis zu 2500 Menschen und vielen Tieren Schutz. In einem der Shelter steht eine Wasserentsalzungsanlage, die in diesem Gebiet viele tausend Menschen mit Trinkwasser versorgt.
Allerdings verbraucht eine solche Anlage Strom – und die Stromversorgung ist in dieser Gegend häufig instabil.
Eine Solaranlage für die Entsalzungsanlage ermöglicht den Menschen eine autarke Stromversorgung und damit ausreichend Trinkwasser für die Region.
Der Klimawandel in Bangladesch hat verschiedene Gesichter
Im regenarmen Norden des Landes regnet es noch weniger und die Flüsse trocknen aus. Die Winter sind kälter als früher, in der Mitte des Landes hingegen nehmen die Regenfälle zu und die ausgetrockneten Flüsse können die Wassermassen nicht bewältigen. Die Küstenregion wird immer häufiger von Zyklonen heimgesucht, die Zahl und die Heftigkeit der Stürme nimmt deutlich zu.
Die Menschen, die hier leben haben keine Tageszeitung und nur wenige Fernseher, sie sind inzwischen jedoch gut informiert, was der Klimawandel für sie bedeutet.
Linda Corleis und Gudrun Nolte-Wacker von „Brot für die Welt“ aus Nordelbien waren in diesem Jahr in Bangladesch und haben auf Ihrer Projektreise auch den Projektpartner besucht. Sie waren in den Sunderbarns, haben die Menschen und ihre Lebensbedingungen kennen gelernt und sie haben sich vor Ort überzeugen können, dass hier die Spendengelder gut und richtig investiert sind. Gerne kommen sie in Ihre Kirchengemeinden, um über die Reise und die Erfahrungen mit den Projektpartnern in Bangladesch zu berichten.
Dieses Projekt wollen wir mit den Spenden, die im Rahmen der Klimakampagne der Nordkirche gesammelt werden, unterstützen.
Hier finden Sie zusätzliche Informationen zu Klimagerechtigkeit:
www.klimagerechtigkeit.de