Kirche für Klima – Die Klimakampagne der Nordelbischen Kirche

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Neuer Studienband erschienen: Ökologische Perspektiven in China

Aktuelle Beiträge zu Ökologie und Nachhaltigkeit von chinesischen Wissenschaftlern, Umweltpolitikern und Theologen sind in einem neuen Studienband zusammengefasst. Fast alle der Texte liegen hier erstmals in deutscher Übersetzung vor.

Herausgegeben wird das Buch von der China InfoStelle des Evangelischen Missionswerks in Deutschland (EMW), die im Nordelbischen Missionszentrum angesiedelt ist.
„Wir wollen vor allem darstellen, wie in China über Ökologie, Umweltprobleme und Schöpfungsethik nachgedacht wird. Die Vielfalt der Meinungen und der wissenschaftlichen Ansätze ist bei uns kaum bekannt“, betont Dr. Katrin Fiedler, verantwortliche Redakteurin und Leiterin der China InfoStelle.

Die chinesischen Ansätze bewegen sich zwischen linientreuem Öko-Marxismus, wiederentdeckter chinesischer Tradition und westlicher Zivilisationskritik. Autoren des Studienbandes sind Umweltpolitiker, Vertreter staatsnaher „think tanks“, Mitglieder von Umweltschutzorganisationen, Naturwissenschaftler, Politologen und Religionswissenschaftler.

Aus dem Inhalt:
• Pan Yue, Vizeminister im chinesischen Ministerium für Umweltschutz: „Die sozialistische ökologische Zivilisation“. Er gilt als Vordenker eines ökologischen Marxismus und hat in China die Ausweisung eines „grünen Bruttosozialproduktes“ eingeführt.
• Li Bo, Vorsitzender der Umweltorganisation „Friends of the Earth“ in Peking: „Umweltschutz an heiligen Orten“. Er beschreibt Möglichkeiten der Kooperation von Religion mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren am Beispiel des Schutzes von Biodiversitäts-Hotspots an heiligen Orten.
• Liu Lifu, Generalsekretär des Chuanshan-Forschungsinstitut für buddhistische Kultur der Buddhistischen Vereinigung der Provinz Hunan und Vizevorsitzender des Zentrums für Religiöse Kultur und Moralischen Aufbau der Zhongnan-Universität: „Eine überschätze Größe: Die Einheit von Himmel und Mensch“. Er kritisiert eine oberflächliche Beschäftigung westlicher Wissenschaftler mit asiatischer Philosophie.
• Zhou Hong, Professorin am Institut für Biologie der Yunnan-Universität und Forscherin am Institut für Umwelt und Ökologie der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften: „Die Kulturtradition der heiligen Bergwälder“. Zhou Hong ist Trägerin des höchsten chinesischen Umweltpreises, des „Milleniums-Preises der Erde“ von 2000.
• Gao Feng, Präsident des Chinesischen Christenrats: „Die christliche Botschaft und das Wirtschaftswachstum Chinas“. Er kritisiert ein in China dominantes Christentum, das weltabgewandt ist und sich allein auf das seligmachende Heil konzentriert und fordert soziales Engagement.
Der Band wird von der China InfoStelle gegen Spende abgegeben.

HINTERGRUND
Die China InfoStelle wurde 1996 auf Initiative verschiedener deutscher Kirchen und Einrichtungen, die Verbindungen nach China unterhalten, ins Leben gerufen. Als Fachstelle in kirchlicher Trägerschaft informiert sie zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in China, im Fokus steht dabei das chinesische Christentum.

KONTAKT und INFORMATIONEN
China InfoStelle im NMZ
Dr. Katrin Fiedler
040 88181-313 k.fiedler@nmz-mission.de
china@nmz-mission.de