Nordelbische Kirche
Klimakampagne
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Hamburg/Kiel (epd) - Nordelbiens Umweltpastor Thomas Schaack hat die Beschlüsse der Weltklimakonferenz von Durban kritisiert. „Zufrieden kann man damit nicht sein“, sagte Schaack am Montag dem epd. Es sei zu viel geredet worden über Lasten und Kosten des Klimaschutzes, zu wenig aber über Chancen und eine neue nachhaltige Wirtschaft. Erneut sei das Dilemma internationaler Klimaverhandlungen offen gelegt worden: Es gebe einen erheblichen Leidensdruck von den jetzt schon betroffenen und ärmsten Ländern. Auf der anderen Seite stünden die sich verweigernden Schwellenländer wie China und Industriestaaten wie die USA.
„Immerhin ist eine Absichtserklärung für eine Vereinbarung ab 2020 geplant und ein Hilfsfonds für die ärmsten Staaten zur Anpassung an den Klimaschutz angeschoben worden“, sagte der evangelische Theologe weiter. Es seien aber weder die Inhalte eines neuen Klimaschutzabkommens deutlich noch sei geklärt, woher die Gelder für die Hilfsfonds kommen sollen.
Schaack appellierte an Kommunen und Kirchengemeinden im Norden, sich durch die „zaghaften Beschlüsse von Durban“ nicht entmutigen zu lassen. Noch vor der geplanten Nordkirchen-Fusion Pfingsten 2012 hatten jüngst die Partnerkirchen aus Nordelbien, Mecklenburg und Pommern ein gemeinsames Klimaschutzkonzept gestartet. So sollen der Gebäudebestand, die Mitarbeiter-Mobilität und der gesamte Einkauf für Gemeinden und Kircheneinrichtungen auf den Prüfstand kommen.
In Durban hatte die Staatengemeinschaft einen Fahrplan für ein neues weltweites Klimaabkommen beschlossen. Der Vertrag soll bis 2015 ausgehandelt und ab 2020 umgesetzt werden, heißt es in den Schlussdokumenten zur Weltklimakonferenz. Die zweiwöchige UN-Konferenz wurde von 194 Teilnehmerstaaten besucht. Das neue Vertragswerk soll erstmals Vorgaben für alle Staaten enthalten, also auch für die USA und Schwellenländer wie Indien und China. Sie waren bisher nicht durch das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der Treibhausgase verpflichtet.