Die Klimakampagne der Nordkirche
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Hamburg (epd). Die Nordelbische Kirche will sich mit mehreren Aktionen an der Hamburger Klimawoche (23. bis 30. September) beteiligen. Der Schwerpunkt soll dabei auf der „Klimagerechtigkeit“ liegen, kündigte der Hamburger Bischofsvertreter Jürgen F. Bollmann am Mittwoch an. Um Menschen für die Thematik zu erreichen, hat die nordelbische Kampagne „Kirche für Klima“ die pädagogische Mitmach-Ausstellung „Der achte Tag“ initiiert. Diese wird zur Klimawoche eröffnet und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie rückt den Gerechtigkeitsaspekt zwischen Nord und Süd sowie zwischen den Generationen ins Bewusstsein und regt zu einem nachhaltigen Umgang mit Energien und Umweltressourcen an.
Insgesamt werden einige hunderttausend Besucher zur 3. Hamburger Klimawoche erwartet. Sie gilt als größte Klima-Informationsveranstaltung in Europa. Rund 120 Akteure aus Politik, Forschung, Wirtschaft, Kultur und Kirche sind mit Vorträgen, Ausstellungen, Filmen und Konzerten beteiligt. Den Titel als Umwelthauptstadt Europas 2011 hatte Hamburg vor allem wegen seines Klimaschutzkonzepts gewonnen.
Im Zentrum der kirchlichen Beiträge zur Klimawoche steht die Hauptkirche St. Petri (Mönckebergstraße). Hier findet zur Eröffnung am Freitag (23. September) um 21 Uhr das zweite Hamburger Klimakonzert statt. Auf dem Programm stehen klassische Musik, Improvisationen, Klimageschichten und eine Videoinstallation zum Internationalen Jahr der Wälder. Bereits um 15 Uhr wird zuvor das Kinder-Klima-Musical „Wir sind kleine Helden!“ aufgeführt.
Am Sonnabend (24. September) verteilt die Infostelle Klimagerechtigkeit des Nordelbischen Missionszentrums (NMZ) auf dem Rathausmarkt Freiflugscheine zur „Erde 2“. „Unser momentaner Lebensstil ist darauf ausgerichtet, dass wir eine zweite Erde brauchen“, schreibt die Infostelle, die auch Teil der Kampagne „Kirche für Klima“ ist. Im Rahmen des Bildungsprogramms auf dem Rathausmarkt ab dem 26. September ist sie außerdem mit einer Solarinsel und Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels vor Ort.
„Wir hoffen, dass die Menschen durch solche großen Veranstaltungen die Welt durch eine andere Brille sehen“, sagte Bollmann. „Wir setzen natürlich voraus, dass das Engagement der Stadt in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz auch ehrlich gemeint ist.“ Die Beteiligung von Konzernen, die das Klima belasten, sehe er allerdings kritisch.
Internet: www.kirchefuerklima.de / www.klimagerechtigkeit.de / www.klimawoche.de/hamburg
epd me tm