Nordelbische Kirche
Klimakampagne
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Die Kirchengemeinde Segeberg macht ernst mit der „Bewahrung der Schöpfung“. Sie schließt mit der EWS (Elektrizitätswerke Schönau) einen Stromvertrag, der sicherstellt, dass die Gebäude der Kirchengemeinde ab 1. Juni 2011 nur noch Strom aus Wasserkraft erhalten. Dieser von EWS als AquaLittle bezeichnete Tarif ermöglicht zukünftig allen Kunden in Wahlstedt und Bad Segeberg ihren Ausstieg aus der Nutzung von Atomkraft.
Der schonende, verantwortliche Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Erhaltung der Erde als Lebensgrundlage künftiger Generationen entsprechen dem Auftrag Gottes an die Menschen. Die Atomkatastrophe von Fukushima hat 25 Jahre nach dem Super-Gau in Tschernobyl erneut gezeigt, dass die Folgen eines Störfalls unmittelbare und lang andauernde Folgen in weitem Umkreis nach sich ziehen können. Dazu gehören großräumige Vertreibung von hunderttausenden Menschen ebenso wie Verstrahlung von Lebensmitteln, Wasser und Boden.
Gegen derartige Atomkatastrophen gibt es keine absolute Absicherung. Außerdem ist völlig unklar, wie der strahlende Atommüll in Zukunft sicher über Generationen gelagert werden kann.
Die Kirchengemeinde Segeberg zieht mit ihrem Atomausstieg die Konsequenzen und verzichtet auf deren Nutzung, wobei gezielt eine Möglichkeit gesucht wurde, diesen Weg mit einem regionalen Anbieter zu gehen. Die Kirchengemeinde freut sich, mit ihrer Nachfrage nach einem reinen Ökostrom-Tarif die EWS als Grundversorger für Energie in Wahlstedt und Bad Segeberg zur Entwicklung eines entsprechenden Angebots angeregt zu haben.