Kirche für Klima – Die Klimakampagne der Nordelbischen Kirche

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Nordelbische Kirche
Klimakampagne
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Resolution zum Ausstieg aus der Atomenergie

NMZ-Presseinformation, 28.3.2011
**18. Treffen der Nordelbischen Afrika-Partnerschaftsgruppen in Neumünster am 26.3.2011: **

Neumünster (ce) – „Die Afrika-Partnerschaftsgruppen in der Nordelbischen Kirche reagieren mit Fassungslosigkeit auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Menschen in Japan. Wir fordern die Verantwortlichen in Politik und Kirche auf, den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie zu forcieren und die im vergangenen Jahr von der Bundesregierung durchgesetzte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurückzunehmen.
Wir fordern, die Investitionen in Erforschung und Nutzung erneuerbarer Energien zu verstärken und verpflichten uns selbst, engagiert den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren.
Wir schließen uns den Erklärungen der Synoden der EKD und der Nordelbischen Ev. – Luth. Kirche an: „Kernenergie ist kein verantwortlicher Beitrag zum Klimaschutz und behindert den notwendigen Umbau der Energieversorgung. Vor allem sind ihre Risiken – insbesondere die nicht geklärte Endlagerung und das hohe Schadenspotential – nach wie vor ungelöst. Wir treten dafür ein, am Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie festzuhalten, dem Vertrieb dieser Technologie in Europa und weltweit eine Absage zu erteilen und den Ausstieg aus klimaschädlichen Energietechnologien weiter voranzutreiben.“ (Kundgebung zu Klimawandel – Wasserwandel – Lebenswandel; Synode der EKD, 2008)
Mit Blick auf unsere afrikanischen PartnerInnen sehen wir mit größter Sorge die Folgen der Klimaveränderungen wie Überflutungen, Trockenheiten und Verschiebungen der Regenzeiten.
Eine weltweit gerechte Energieverteilung ist notwendig für eine menschenwürdige Lebensweise aller. Dazu braucht es unseren Einsatz für Gebrauch und Entwicklung von umweltschonenden Technologien, die auch für die Menschen in armen Ländern zugänglich sind. Die Nutzung der Atomenergie ist kein Weg. Sie gefährdet mit ihren unkalkulierbaren Risiken Gottes Schöpfung.“

HINTERGRUND

In Nordelbien unterhalten zur Zeit mehr als 120 Gruppen eine Beziehung zu einer Kirchengemeinde in Afrika. Diese Partnerschaft wird durch Austausch, Begegnungen und auch durch die Unterstützung von Projekten gestaltet.
Das NMZ pflegt, koordiniert und initiiert viele dieser Beziehungen. Es unterhält außerdem Partnerschaften zu den lutherischen Kirchen in Tansania, Kenia, dem Kongo und in Südafrika.

KONTAKT und INFORMATIONEN:

Afrika-Referat

Volker Schauer, 040-88181 321

v.schauer@nmz-mission.de