Nordelbische Kirche
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Hamburg, 26.3.2011: In der Hansestadt haben mehr als 50.000 Menschen gegen die Atomkraft protestiert – weit mehr als erwartet. Zu der Kundgebung unter dem Motto: „Fukushima mahnt: alle AKW abschalten“ hatte ein breites Bündnis aus Umweltschutzorganisationen, Gewerkschaften und Kirchen aufgerufen. Um 14.15 Uhr gedachten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute der Opfer des Erdbebens und des Tsunamis in Japan.
Insgesamt gingen nach Angaben der Veranstalter bundesweit rund 250.000 Menschen in Berlin, Hamburg, Köln und München auf die Straße. Die Veranstalter forderten die Bundesregierung erneut auf, umgehend aus der Kernenergie auszusteigen.
An der Fassade von St. Petri liessen Aktivisten aus großer Höhe Anit-AKW-Plakate entrollen.
Die friedliche Demonstration startete mit einem Auftakt am Dammtor und endete auf dem Rathausmarkt mit einer großen Kundegung und Kulturprogramm.
Prominentester Redner auf dem Rathausmarkt in Hamburg war der kommissarische Hamburger Bischof Jürgen Bollmann, der schon seit Langem die Anti-Atomkraftbewegung unterstützt. In einer eindringlichen und aufrührenden Rede mahnte er zum Umdenken in der Energiepolitik – „wir werden einen langen Atem brauchen“, sagte er.
Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt