Nordelbische Kirche
Klimakampagne
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Kiel (epd) - Das vorläufige Scheitern einer Einigung zwischen dem Bund und dem Land Schleswig-Holstein über die unterirdische Kohlendioxidspeicherung (CCS) ist von dem nordelbischen Umweltbeauftragten Thomas Schaack bedauert worden. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnt Zeitungsberichten zufolge ein Vetorecht der Länder gegen CCS ab. „Mit dieser Haltung blockiert er nicht nur den gefundenen Kompromiss von Bundesumweltminister Norbert Röttgen und dem Kieler Wirtschaftsminister Jost de Jager (beide CDU), sondern stellt sich auch gegen den erklärten Willen der Menschen in den betroffenen Regionen Nordfriesland und Brandenburg“, sagte Schaack am Dienstag dem epd.
Nach der jüngsten Übereinkunft zwischen Röttgen und de Jager hätten die Länder anders als in bisherigen Entwürfen ganze Gebiete für die Speicherung ausschließen dürfen - auch das ganze Landesgebiet. Schaack befürchtet nun, dass Brüderle mit Hinweis auf den möglichen Atomausstieg „die klimaschädliche Kohlekraft aus der Versenkung holt und als Allheilmittel präsentiert - und als Trostpflaster für die gebeutelten vier großen Energiekonzerne in Deutschland“.
Der Umweltpastor verwies darauf, dass die Nordfriesen die geplante CO2-Endlagerung in ihrer Region schon länger ablehnen „und sich darin mit der Landesregierung vollkommen einig sind“. Auch der evangelische Kirchenkreis Nordfriesland und der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich als Vorsitzender der nordelbischen Kirchenleitung hätten sich entsprechend geäußert.