Kirche für Klima – Die Klimakampagne der Nordelbischen Kirche

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Nordelbische Kirche
Klimakampagne
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Bischof Ulrich fordert einen effizienteren Weg für den Klimaschutz

(Kiel) - Die Nordelbische Kirche (NEK) bleibt bei ihrer kritischen Haltung gegenüber Agrartreibstoffen. Im Rahmen der aktuellen Debatte um den E10-Treibstoff sagte Bischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Kirchenleitung, heute in Kiel: „Die ökologische Bilanz der Agrartreibstoffe kann aufgrund der Produktionsbedingungen, aber auch des schlechten Wirkungsgrades von Otto-Motoren in vielen Fällen als zweifelhaft gelten. Unter dem Strich bleiben viel Aufwand für E10, aber wenig Erfolg oder sogar negative Effekte.“
Bischof Gerhard Ulrich (Foto: NEK)
Deutliche Anstrengungen der Autokonzerne beim Verbrauch seien der wesentlich effizientere Weg, würden größere Potentiale für den Klimaschutz bieten und zudem die Kosten für den Individualverkehr senken, so Bischof Ulrich weiter. Die E10-Strategie solle zwar die Treibhausgasbilanz des Autoverkehrs in Deutschland verbessern, der sinnvolle und auch dringend notwendige Weg sei aber ein niedrigerer Flottenverbrauch der deutschen Fahrzeuge und eine vermehrte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. „Für eine spürbaren Effekt stehen weltweit nicht genug Flächen für den Anbau zur Verfügung, steigende Lebensmittelpreise können ebenfalls die Folge sein“, sagte Ulrich.

In einer Stellungnahme zur „Energetischen Nutzung von Biomasse“ hatte sich die Nordelbische Kirche bereits im Frühjahr 2010 kritisch geäußert. Insbesondere dann, wenn die Rohstoffgewinnung in tropischen Ländern geschieht, sind die Vernichtung von Urwäldern, Vertreibung von indigenen Stämmen, Menschenrechtsverletzungen, Verlust von Arbeitsplätzen und eine Schwächung der bäuerlichen Landwirtschaft nicht auszuschließen. Auf diese Situation in den Produktionsländern macht bereits seit Jahren das kirchliche Hilfswerk „Brot für die Welt“ aufmerksam.

Die Stellungnahme zur „Energetischen Nutzung von Biomasse“ kann hier heruntergeladen werden.